Complexity economics — the Greek case

4 July, 2015 at 14:42 | Posted in Economics | Leave a comment

 

Piketty lectures Germany on paying debts

4 July, 2015 at 10:35 | Posted in Economics | 1 Comment

It’s really difficult not to love this guy.

When almost all mainstream establishment economists are so afraid of saying things that are not ‘politically correct,’ it’s so refreshing to listen to someone who doesn’t beat around the bush.

Awesome!

DIE ZEIT: Dürfen wir Deutschen uns freuen, dass selbst die französische Regierung zurzeit den Dogmen der Berliner Sparpolitik huldigt?

2014-05-Georgia-Hurst-Opening-Five-Questions-Thomas-Piketty-article-pageThomas Piketty: Keinesfalls. Das ist weder für Frankreich noch für Deutschland und schon gar nicht für Europa ein Grund zur Freude. Vielmehr habe ich große Angst, dass die Konservativen, insbesondere in Deutschland, kurz davor sind, Europa und die europäische Idee zu zerstören – und zwar aufgrund ihres erschreckenden Mangels an geschichtlichem Erinnerungsvermögen.

ZEIT: Wir Deutschen haben die Geschichte doch aufgearbeitet.

Piketty: Aber nicht, was die deutsche Schuldentilgung betrifft! Dabei müsste die Erinnerung daran gerade für das heutige Deutschland von Bedeutung sein. Schauen Sie sich die Geschichte der öffentlichen Schulden an: Großbritannien, Deutschland und Frankreich waren alle schon in der Situation des Griechenlands von heute, litten sogar unter noch höheren Schulden. Die erste Lektion, die man deshalb aus der Geschichte der Staatsschulden ziehen kann, lautet, dass wir nicht vor neuen Problemen stehen. Es gab immer viele Möglichkeiten, die Schulden zu tilgen. Und nie nur eine, wie Berlin und Paris den Griechen weismachen wollen …

ZEIT: Wollen Sie die Geschichte bemühen, um Staaten, die ihre Schulden nicht zurückzahlen, als Gewinner darzustellen?

Piketty: Genau ein solcher Staat ist Deutschland. Aber langsam: Die Geschichte lehrt uns zwei Möglichkeiten für einen hoch verschuldeten Staat, seine Rückstände zu begleichen. Die eine hat das britische Königreich im 19. Jahrhundert nach den teuren napoleonischen Kriegen vorgemacht: Es ist die langsame Methode, die man heute auch Griechenland empfiehlt. Das Königreich sparte sich damals die Schulden durch rigorose Haushaltsführung ab – das funktionierte zwar, dauerte aber extrem lange. Über 100 Jahre verwandten die Briten zwei bis drei Prozent ihrer Wirtschaftsleistung auf die Schuldentilgung, mehr als sie für Schulen und Bildung ausgaben. Das musste nicht sein und sollte auch heute nicht sein. Denn die zweite Methode geht viel schneller. Deutschland hat sie im 20. Jahrhundert erprobt. Im Wesentlichen besteht sie aus drei Komponenten: Inflation, einer Sondersteuer auf Privatvermögen und Schuldenschnitte.

ZEIT: Und jetzt wollen Sie uns erklären, dass unser Wirtschaftswunder auf Schuldenschnitten beruhte, die wir heute den Griechen verweigern?

Piketty: Genau. Der deutsche Staat war nach Ende des Krieges 1945 mit über 200 Prozent seines Sozialproduktes verschuldet. Zehn Jahre später war davon wenig übrig, die Staatsverschuldung lag unter 20 Prozent des Sozialprodukts. Frankreich gelang in dieser Zeit ein ähnliches Kunststück. Diese ungeheuer schnelle Schuldenreduzierung aber hätten wir nie mit den haushaltspolitischen Mitteln erreicht, die wir heute Griechenland empfehlen. Stattdessen wandten unsere beiden Länder die zweite Methode an, mit den drei erwähnten Komponenten, inklusive Schuldenschnitt. Denken Sie an die Londoner Schuldenkonferenz von 1953, auf der 60 Prozent der deutschen Auslandsschulden annulliert und zudem die Inlandsschulden der jungen Bundesrepublik restrukturiert wurden.

ZEIT: Das geschah aus der Einsicht, dass die hohen Rückzahlungsforderungen an Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg zu den Gründen des Zweiten Weltkriegs zählten. Man wollte den Deutschen dieses Mal ihre Sünden vergeben!

Piketty: Unsinn! Das hatte nichts mit moralischen Einsichten zu tun, sondern war eine rationale wirtschaftspolitische Entscheidung. Man erkannte damals richtig: Nach großen Krisen, die eine hohe Schuldenlast zur Folge haben, kommt irgendwann der Zeitpunkt, an dem man sich der Zukunft zuwenden muss. Man kann von neuen Generationen nicht verlangen, über Jahrzehnte für die Fehler ihrer Eltern zu bezahlen. Nun haben die Griechen zweifellos große Fehler gemacht. Bis 2009 haben die Regierungen in Athen ihre Haushalte gefälscht. Deshalb aber trägt die junge Generation der Griechen heute nicht mehr Verantwortung für die Fehler ihrer Eltern als die junge Generation von Deutschen in den 1950er und 1960er Jahren. Wir müssen jetzt nach vorne schauen. Europa wurde auf dem Vergessen der Schulden und dem Investieren in die Zukunft gegründet. Und eben nicht auf der Idee der ewigen Buße. Daran müssen wir uns erinnern …

ZEIT: Was raten Sie der Kanzlerin?

Piketty: Diejenigen, die Griechenland heute aus der Euro-Zone vertreiben wollen, werden in der Mülltonne der Geschichte enden. Wenn die Kanzlerin ihren Platz in der Geschichte sichern will, ähnlich wie es Kohl mit der Wiedervereinigung gelang, dann muss sie sich heute erfolgreich für eine Einigung in der Griechenland-Frage einsetzen – samt einer Schuldenkonferenz, mit der wir dann bei null neu anfangen. Aber dann mit einer neuen, sehr viel strengeren Haushaltsdisziplin als früher.

Die Zeit

Hank

4 July, 2015 at 09:04 | Posted in Economics | Leave a comment

 

Old loves die hard

Greek bailout — the greatest cock-up ever

4 July, 2015 at 08:38 | Posted in Economics | Leave a comment

 

The only thing the Greeks have to fear

3 July, 2015 at 18:27 | Posted in Economics | Leave a comment

 

(h/t Jeff)

Jeff Sachs tells the Greeks to vote NO

3 July, 2015 at 17:56 | Posted in Economics | Leave a comment

Microsoft Word - Vote NOGreece’s debt burden is unsustainable. This week, Greece defaulted on its payments to the IMF, rightly choosing pensions over debt service. The country’s creditors should now negotiate a consensual debt reduction through some combination of lower (and fixed) interest rates, reduced face value of debt, and very long maturities …

I propose a four-step path out of the Greek crisis. First, I recommend that the Greek people give a resounding “No” to the creditors in the referendum on their demands this weekend.

Jeff Sachs

The Troika’s big mistake

2 July, 2015 at 12:13 | Posted in Economics | 4 Comments

The OECD estimates that Greece has unused resources worth at least 10 per cent of GDP. A pause in austerity would allow demand to increase, reducing unemployment and generating more taxes. The Greek government could use some of the additional revenue to start repaying its loans.

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So why does the Troika insist on continuing with austerity? The Troika contains many different views and interests. Some may still not believe, despite all the evidence, that austerity hurts growth. Perhaps others are happy to see a left-wing government fail, because it does not accept the received wisdom from Brussels and Frankfurt on what good economic policy involves.

Another explanation is that eurozone governments have become victims of their media’s rhetoric. The impression the media conveys is that all of the Troika’s loans have gone to cover Greek government spending. In fact, most went to bail out Greece’s previous creditors and any further loans will just repay existing loans. But to people in the eurozone it seems as if the Troika is transferring more of their money to Greek citizens. In these circumstances, the politicians need to appear to be tough on Greece. They fear that to change policy now would lead their electorates to ask why previous policies have failed, which would expose the Troika’s big mistake.

Simon Wren-Lewis

Nu hänger allt på finanspolitiken. Avskaffa överskottsmålet!

2 July, 2015 at 10:42 | Posted in Economics | Leave a comment

Riksbanken meddelar idag att man sänker reporäntan till minus 0,35 procent.

Kruxet är bara att det inte räcker med att sänka reporäntan.

nacksparr-utgiftstakVi måste också börja våga använda finanspolitiken. Att bara stå på ett ben gör det svårt att balansera. På två ben går det mycket lättare. För att få fart på ekonomin behöver vi både en penningpolitisk och en finanspolitisk dynamo. Det är med andra ord hög tid att skrota förlegade och kontraproduktiva överskottsmål och utgiftstak!

Räntesänkningen idag är mer än något annat ett kvitto på att den nyliberala åtstramningspolitiken nått vägs ände. Om den inte ersätts — och det snart — med en mer expansiv ekonomisk politik ser den svenska ekonomins framtid allt annat än ljus ut.

Penningpolitiken har nu nått vägs ände. Ska det bedrivas någon vettig ekonomisk politik i det här landet måste vi nu helt förlita oss på finanspolitiken.

Detta är dock ett megaproblem så länge regeringen håller fast vid det förfelade överskottsmålet. Med en fortsatt hög arbetslöshet och minst sagt knacklig tillväxt behöver vi kunna föra expansiv finanspolitik.

What you do in life echoes in eternity

1 July, 2015 at 23:03 | Posted in Varia | Leave a comment

 

Sir Nicholas Winton — “the British Oskar Schindler” — has died aged 106.

Greece will leave the euro

1 July, 2015 at 22:17 | Posted in Economics | 2 Comments

 

I think Steve is right here (Yanis says something else, but when people have to say things, it doesn’t always reflect what they actually think …)

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